30.10. + 06.11.2025 - Online-Seminar
Referent: Professor Dr. Ludwig Salgo
Diese Fortbildung richtet sich an Verfahrensbeiständ*innen und deckt die neuesten Entwicklungen und Anforderungen gemäß § 158a FamFG ab. Sie erfüllt die Fortbildungspflicht für Verfahrensbeiständ*innen und vermittelt praxisorientierte Kenntnisse zur Umsetzung der Reformen und zur Erstellung fundierter Stellungnahmen in familiengerichtlichen Verfahren.
In dieser zweitägigen Fortbildung erhalten Teilnehmende einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Familienrecht und den damit verbundenen Herausforderungen. Es werden die historische Entwicklung der Verfahrensbeistandschaft beleuchtet, insbesondere die Einführung relevanter Gesetze und Reformen.
Am ersten Termin (30.10.2025) geht es um die rechtlichen Änderungen und deren Auswirkungen auf die Bestellungen und Vergütungen der Verfahrensbeistanschaft. Die Teilnehmenden werden mit den Neuerungen durch das KostBRÄG 2025 vertraut gemacht und erfahren, wie sich die Qualifikationsanforderungen und die Anforderungen an die Umsetzung der Reformen gestaltet haben.
Am zweiten Termin (06.11.2025) stehen zentrale Fragen rund um das Kind im Fokus. Dabei wird insbesondere auf die Relevanz kinder- und jugendhilferechtlicher Regelungen sowie die bedeutenden Bestimmungen im FamFG und GVG für die Praxis der Verfahrensbeiständ*innen eingegangen.
Diese Fortbildung bietet wertvolle Einblicke und praxisnahe Orientierung für alle Verfahrensbeistände, die in familienrechtlichen Verfahren tätig sind.
I. Termin 30.10.2025
Entwicklungen der Verfahrensbeistandschaft
a. Entwicklung in Deutschland seit der Einführung der Verfahrenspflegschaft (-beistandschaft) bis zur Neuregelung durch das KostBRÄG (2025).
b. Entwicklung der Bestellungen
c. Neuregelung der Vergütung, Dolmetscherkosten etc.
d. Herausforderungen der Umsetzung der Reform von 2021 (Inkrafttreten 1.1.2022)
• Qualifikationsanforderungen
• Fortbildungspflicht
• Erweitertes Führungszeugnis
e. Bewährung und Kritik
f. Anforderungen an die Interessenvertretung in den Fallkonstellationen
II. Termin 06.11.2025
a. Kindeswille und Kindeswohl, Bindungen
b. Bedeutung kinder- und jugendhilferechtlicher Regelung für Familiengericht und Verfahrensbeistandschaft
• Inobhutnahme
• Hilfeplanung und Hilfeplan
• Mitwirkung, Stellungnahme
c. Für die Verfahrensbeistandschaft besonders relevante Regelungen im FamFG und GVG
• Gesetzliche Qualifikationsanforderungen an Familienrichter/innen
• Amtsermittlung
• Vorrang- und Beschleunigungsgebot
• Kindesanhörung
• Einvernehmen
• Erörterung der Kindeswohlgefährdung
• Rechte und Pflichten des Verfahrensbeistands im Verfahren
• Gutachten
• Schriftliche Stellungnahme
d. Reformtendenzen im Kindschaftsrecht
Termin:
zweitägig
Datum:
Donnerstag, 30. Oktober 2025 &
Donnerstag, 06. November 2025
Uhrzeit: jeweils 09:00 - 16:00 Uhr
Zwischendurch wird es kurze Kaffeepausen geben.
Ort: Online
Fortbildungspunkte:
Fachanwälte können Fortbildungspunkte sammeln.
Teilnahmebescheinigung:
Teilnehmer*innen erhalten im Anschluss eine Teilnahmebescheinigung.
Kosten: 465,00 Euro zzgl. MwSt.
Gruppenrabatte und Ermäßigungen sind möglich. Bitte sprechen Sie uns an.
Referent
Seniorprofessor, Fachbereich Erziehungswissenschaften und apl. Professor am Fachbereich Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Familienrecht; Sozialrecht (SGB VIII), Verhältnis Eltern-Kind-Staat, behördliche und gerichtliche Verfahren, Trennung/Scheidung/Sorge- und Umgangsregelung; Kindeswohlgefährdung und Intervention. Fellow am Centre for Social Policy, Dartington.
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